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04.08.2014

Crossboccia® Around the World

Der Trendsport geht um die Welt!

Mit besten Grüßen aus dem fernen Südamerika heiße ich euch zu meinem Reisereport willkommen. Genauer gesagt aus Lima (Peru), denn dort befinde ich mich seit nun mehr als sechs Monaten. Ich arbeite hier als Voluntario in einem Therapiezentrum für Kinder mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen als Physiotherapeut.

Ich stelle mich erst mal vor:

Mein Name ist Michael, für den ein oder anderen vielleicht eher unter dem Spielernamen "Mitch" bekannt. Nach meiner Ausbildung zum Physiotherapeuten und meinem Bachelor, wollte ich unbedingt für eine Zeit lang raus in die Welt, etwas erleben und Erfahrungen sammeln. Ich gehöre der Crossboccia Familie seit etwas mehr als 2 Jahren an und war von der ersten Sekunde an Feuer und Flamme für diesen Trendsport. Meine Erfolge bei offiziellen Turnieren sind zwar nicht wirklich groß, aber meine Freestyle Bälle mussten einfach mit auf die Reise!

Meine eigentliche Arbeit ist hier in einem Therapiezentrum von Pachacutec, ein Stadtteil ca. 3.5h Fahrtzeit vom Stadtzentrum Limas entfernt. Hier wohne ich in einem Haus mit einer peruanischen Gastfamilie zusammen. Wie man sich als Otto-Normal-Europäer bestimmt nur schwer vorstellen kann, bedeutet dies hier jedoch etwas anderes. Unser Haus ist nach deutschen Standards vergleichbar mit einer Schrebergartenhütte.  Da der Stadtteil in dem ich wohne größtenteils illegal bewohnt ist, gibt es auch kein ausgebautes Wassernetz. Daher wird das Wasser von LKWs gebracht, die das Wasser dann in Wasserreservoirs speichern. So ist es zum einen keine Seltenheit, dass mitten am Tag plötzlich das Wasser weg ist. Möchte man sich mit warmen Wasser waschen, muss man es erst kochen, aber das ist mir zu aufwendig. Die Wäsche wird selbstverständlich auch von Hand gewaschen und so bleibt neben der Arbeit wenig Zeit für Freizeit und dementsprechend auch für Crossboccia.

Aus! Böser Hund!

Auch auf den Straßen Peru´s ist es nicht leicht mal eben eine Runde Crossboccia zu spielen, da es auf den Straßen nur so von frei herumlaufenden Hunden wimmelt. Den Hunden wäre es ein Vergnügen meine geliebten Boccia Bälle zu zerfetzen oder aber selbst mit ihnen zu spielen. Man muss sich das Ganze so vorstellen: die Leute möchten nicht, dass die Hunde in ihren Häusern sind, also hat sozusagen jedes Haus seinen Hund vor der Haustüre. Was macht ein Hund vor der Haustüre? Genau, er bewacht sein Haus und wenn er das nicht macht und ihm vielleicht etwas langweilig ist, sucht er eben Streit mit anderen Hunden. Kommt dann noch zufälligerweise ein weißhäutiger „Gringo“ vorbei, dem nichts Besseres einfällt, als in Pachacutec joggen zu gehen, so legt man sich eben mit diesem an. So ist es mir passiert, dass ich irgendwann beim joggen auch mal von einem Hund in meinen Oberschenkel gebissen wurde. Mittlerweile habe ich mich an die Hunde größtenteils gewöhnt und weiß, wo die Viertelchefs sitzen. Denn wie unter Menschen, gibt es auch hier in bestimmten Straßen so eine Art Späher, die dann mit ihrem Gebell die ganzen Straßenkumpels warnen. Plötzlich ist man von einer Schar von Hunden umgeben, die alles dafür tun, dass man möglichst schnell aus ihrem Territorium verschwindet. Aber zum Glück liegen überall Steine herum und davor haben die meisten glücklicherweise noch immer Respekt.

Crossboccia Premiere in Peru

Eines Tages war es dann doch soweit und ich hatte hier in meinem Haus in Pachacutec das Vergnügen die Peru-Premiere von Crossboccia zu zelebrieren. Dies tat ich nicht alleine, sondern zusammen mit meiner Gastschwester und deren Cousins. Wer hätte es gedacht, auch sie waren sofort Feuer und Flamme und wollten mit dem Spielen gar nicht mehr aufhören.

Play anywhere you like - Macchu Pichu

Im Februar stand dann unser Zwischenseminar mit den anderen Freiwilligen hier an, wo wir gemeinsam die größte Lehmziegelstadt (Chan Chan) der Welt besucht haben. Hier konnte ich es mir nicht nehmen lassen einen Präinkaischen Herrscher zu einer Partie Crossboccia herauszufordern.

Inzwischen haben die Bälle doch einige Kilometer sowie Höhenmeter auf ihrem Buckel und sie bleiben mir immer treu. Auch den Höhentest haben sie mit Bravur bestanden und so können sie jetzt stolz von sich behaupten, dass sie neben einer WM und einigen Turnieren auch schon einmal auf einem der sieben Weltwunder der Neuzeit, der Inkastadt Macchu Pichu, gespielt wurden.

 

 

 


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